"Väterchen Prost und seine Bluesbriederchen" sorgen in der Stadthalle für ein Blues-Gewitter

Von Helmut Schwarzmeier

 Landau. Es war die Nacht der "Schwarzbebrillten", die Nacht der "Schwarzen Hüte" und die Nacht des "Schwarzen Zwirns" – und die Nacht der Nächte für die Fans von schwarzem Blues und Soul: Abgespielt hat sich das Ganze am Samstag in der Landauer Stadthalle. Es gaben sich keine Geringeren als "Väterchen Prost und seine Bluesbriederchen" die Ehre.


Gesangspower ohne Ende − und das letztmalig für Väterchen Prost: Eva Petzenhauser bei ihrer Abschiedsvorstellung. (Foto: Schwarzmeier)

  Für die elf Mitglieder der Formation, die ihre Musik an die legendären "Bluesbrothers" anlehnen, war es kein Konzert von vielen. Es war etwas Besonderes und das in mehrfacher Hinsicht. Zum einen feierte die begnadeten Band um Briederchen "SingSang" (Achim Wimmer) und "Fotzenhobelwitsch" (Mathias Thieme) in der Bergstadt ihr achtjähriges Bestehen, zum anderen gab es in Sachen Besetzung eine Zäsur. Für zwei "Urgesteine" war es der letzte Auftritt mit den "schwarzen Männern". Ihre schwarzen Hüte an den Nagel hängen Schlagzeuger "Groovowitsch" (Charly Neukunft) und Ohrenschmaus und Blickfang Schwesterlein "Evarowna" alias Evi Petzenhauser, deren Gesang der Band sicherlich fehlen wird.


Edler Abschied: Markus Tschöp (r.) überreichte dem scheidenden Charly Neukunft die goldene Schallplatte der Bluesbriederchen (Foto: Schwarzmeier)

 Für ihren Einsatz für die "Bluesbriederchen" erhielten beide die traditionellen goldenen Schallplatten. Da war es ganz natürlich, dass auch einige Tränen verdrückt wurden. Besonders "Katha-Stropha", Katharina Maier, die zweite Sängerin im Bunde, wird ihre blonde Kollegin vermissen. Dennoch ließen sich weder die Briederchen selbst, noch die Zuhörer die Laune vermiesen. Im Gegenteil – nach dem Motto "Jetzt erst recht" lösten "SingSang" und Co. ihr Versprechen ein. "Wir werden alles für euch geben" – hatten sie zu Beginn angekündigt.

  Ganz nach dem Motto "I feel good" verwandelte sich die Stadthalle in einen brodelnden Hexenkessel, wie man es nur sehr selten erlebt hat. "Right Sally Right" sang Landaus "Bluesbriederchenchor" und brachte das Dach des Landauer Kulturtempels fast zum Abheben. Dagegen war der Sturm, der vor der Tür blies, ein laues Lüftchen. Schade war, dass die "Briederchen" nur einen selbst komponierten Song zum Besten gaben, denn dieser stand den gecoverten Songs in nichts nach. Hier sollte "Tastowitsch" alias Tom Bauer unbedingt an einer Fortsetzung arbeiten.

  Ein besonderer Tag war der Auftritt auch für "Korbi" Mittermeier, den neuen Schlagzeuger der Band, der sich reibungslos eingeführt hat und sicherlich die Erfolgsgeschichte von "Väterchen Prost und seine Bluesbriederchen" mit fortschreiben wird. Nicht zu vergessen gilt es den Auftritt der Landauer Formation "One Night Jam". Die vier Urgesteine der Bergstadt − Gerhard Aichner (Gesang, Gitarre), Roman Wolf (Gitarre,Gesang), Alfred Steiner (Cajon) und Alfred Schwimmbeck (Bass, Gesang) − heizten als Vorband den Gästen mit Hits à la "Sweet Home Alabama" ein.


Die Landauer Formation "One Night Jam" mit Alfred Schwimmbeck, Gerhard Aichner, Roman Wolf und Alfred Steiner brachte die Gäste als Vorband auf Betriebstermperatur. (Foto: Schwarzmeier)

Das Erlebnis komplett machte Tobias Wilde (Lichtpultowitsch) mit seiner einmaligen Lightshow, während Gerhard Aichner als Tontechniker für den richtigen Klang sorgte.

(Quelle Landauer Neue Presse vom 23.01.2012)

Schnelleinstieg
     -> für Veranstalter
     -> für Fans




Live-Bilder